Sauber getextet

Dies ist der letzte Eintrag des Jahres 2007. Und er soll der sauberste sein. Der nachfolgende Beitrag verwendet daher ausschließlich geprüfte und zugelassene Buchstaben und Zeichen des lateinischen Alphabets. Alle Buchstaben und Zeichen sind wiederverwendbar. Der gesamte Text ist W3C-konform, wurde nachhaltig entwickelt und gehirngerecht aufbereitet. Sämtliche Grenzwerte werden unterschritten.

Alle beteiligten Personen sind älter als 18 Jahre. Die Textproduktion erfolgte absolut CO2-neutral.

Beim Schreiben wurden die gültigen Rechtschreibregeln in der Fassung vom 2. März 2006 berücksichtigt. EU-Richtlinien werden nicht berührt, eine CE-Kennzeichnung erfolgt daher nicht. Von diesem Text gehen keinerlei Sicherheits- oder Gesundheitsgefahren aus. Der Verfasser ernährt sich von Produkten aus biologisch-dynamischem Anbau. Bei der Arbeit an diesem Beitrag kamen keine Tiere zu Schaden.

Alle Namen, zum Beispiel Lieschen Müller, Otto Normalverbraucher und Max Mustermann, sind frei erfunden. Eine Übereinstimmung mit tatsächlichen Personen wäre rein zufällig. Alle Urheberrechte liegen bei den jeweiligen Urhebern. Der gesamte Beitrag unterstützt die aktive Gleichstellungspolitik im Sinne des Gender-Mainstreaming-Gedankens. Er bleibt für die Allgemeinheit und hier insbesondere für die Wissenschaft offen nutzbar und dient nicht der privatwirtschaftlichen Vermarktung von Information.

Weiter respektiert dieser Beitrag die Vielfalt der Kulturen, Toleranz, Dialog und Zusammenarbeit in einem Klima gegenseitigen Vertrauens und Verstehens, als Garant für internationalen Frieden und Sicherheit. Es wird keine Verantwortung für Links übernommen, die auf die Inhalte anderer Webseiten verweisen. Eine Haftung ist sowieso ausgeschlossen, für heute und für alle Zeiten. Der Verfasser distanziert sich ausdrücklich.

Dieser Beitrag darf nur am Bildschirm gelesen werden, um die Ozon- und Feinstaubbelastung so gering wie möglich zu halten. Es wurden ausschließlich bleifreie Lettern verwendet.

Was meinen Sie? Früher war alles einfacher? Quatsch.

Einen Guten Rutsch ins Jahr 2008 – Bleibense Mensch!

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Navi ohne Anleitung

Mobile Navigationsgeräte werden immer beliebter. Der Markt wächst. Und dennoch tobt ein Preiskampf, der viele Hersteller offenbar dazu verleitet, auf – aus ihrer Sicht – unwichtige Leistungen und Kundenfreundlichkeit zu verzichten. Obwohl die meisten Geräte im jüngsten ADAC-Test gut abgeschnitten haben, gibt es deutliche Kritik an der mangelnden Bereitstellung von Benutzerinformationen.

Der Test schließt mit den Worten »Manche Hersteller legen außerdem keine vollständigen Bedienungsanleitungen bei, sondern nur eine CD-ROM oder verweisen auf das Internet. Das ist in der Praxis oft eine Zumutung.« Na klar ist das eine Zumutung. Was denken sich die Strategen eigentlich? Dass jeder, der sein Navi im Auto in Betrieb nimmt und kennenlernen will, sich auch noch einen Laptop unter den Arm klemmt, um die mitgeleiferte CD-ROM am Bildschirm nach Informationen zu durchsuchen? Warum auch nicht, Laptops lassen sich in LKW-Kabinen doch wunderbar aufstellen. Ach so, Sie haben keinen LKW, tja … . Und was, wenn man unterwegs ist und ausnahmeweise mal eine Funktion benötigt, die bisher nicht gefragt war? Mal eben das nächste Internet-Café ansteuern, die Hersteller-Website suchen, Informationen merken und wieder ins Auto klettern?

Bitte nochmal drüber nachdenken! Denn wie der ADAC auch schreibt, sind »Irrfahrten wegen Kartenfehlern und unnötige Klippen bei der Bedienung nicht ausgeschlossen«.

Standbild ADAC-Film zum Thema Navigation

Bedienungsanleitungen sind ein Erfolgsfaktor.

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Spenden Sie überflüssige Zeichen

Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, was mit all den Buchstaben und Zeichen geschieht, die Sie beim täglichen Tippen auf der Computertastatur durch einen kurzen Druck auf die Del-Taste oder die Rückschritttaste vom Bildschirm verschwinden lassen? Nein? Andere schon. Andreas Keller und Archie W. Bechlenberg haben dem Treiben nicht länger tatenlos zugesehen, die Initiative ergriffen und das Buchstabenasyl gegründet.

Im Buchstabenasyl kann man ungewollte oder nicht benötigte Buchstaben an der Buchstabenklappe abgeben. Jedem Zeichen wird umstandslos Asyl gewährt. Ein Blick ins Asyl zeigt: Es geht ihnen gut, den kleinen Rackern. Sie sind glücklich und werden mit einem abwechslungsreichen Freizeit- und Weiterbildungsprogramm betreut.

Umgekehrt können Sie jederzeit einen Buchstaben oder ein ausgewachsenes Zeichen adoptieren, ganz ohne bürokratischen Heckmeck. Gerade die fremd aussehenden erfreuen sich großer Beliebtheit bei wohlhabenden, buchstabenlosen Textern und Layoutern.

Unterstützen Sie das Buchstabenasyl! Spenden Sie überflüssige Zeichen und verbreiten Sie die Kunde von dieser Einrichtung! Damit eines Tages kein Buchstabe, kein Satzzeichen und keine Zahl mehr der Vernichtung anheim fällt. Setzen Sie sich auch für die Abschaffung der Del- und Rückschritttaste auf den Tastaturen ein. Wer gegen Waffen in privater Hand ist, darf auch diese Tasten nicht weiter gut heißen. Schreiben Sie Ihrem Abgeordneten! Kurz: setzen Sie sich für den Schutz von ungewollten Buchstaben ein. Denken wir auch an unsere Kinder und Enkelkinder, überlassen wir ihnen nicht eine auf vernichteten Zeichen aufgebaute geistige Welt! Noch ist es nicht zu spät.

Hier geht’s zum Buchstabenasyl.

Blick ins Buchstabenasyl

klare Texte + Bilder hat die drei Schwestern s, S und ß adoptiert.

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Grundsätzlich abgekürzt

Grundsätze werden heute gern als »Philosophie« zu höheren geistigen Weihen geführt – insbesondere auf Websites von Großunternehmen und solchen, die dafür gehalten werden wollen. Man fasst sie in griffige Slogans und noch griffigere Abkürzungen und Akronyme. Damit der Überblick nicht ganz verloren geht, ist hier eine kleine Liste abgekürzter Grundsätze, nach denen heute gearbeitet wird:

AIDA: Attention Interest Desire Action

B2B: Back to Basics

CIP: Continuous Improvement Process

DCGK: Deutscher Corporate Governance Kodex

EMAS: Eco Management and Audit Scheme

FCFS: First Come First Serve

FFF: Form folgt Funktion

FIFO: First In First Out

FTQ: First Time Quality (Null-Fehler-Produktion)

GMP: Good Manufacturing Practice

JIT: Just In Time

KISS: Keep It Simple, Stupid

KVP: Kontinuierlicher Verbesserungsprozess

MAYA: Most Advanced Yet Acceptable

PDCA: Plan, Do, Check, Act

SA 8000: Social Accountability Standard 8000

TEM: Technology Enabled Marketing

TPS: Toyota Production System

VM: Visual Management

ZDF: Zahlen, Daten , Fakten

4P: Product, Price, Promotion, Place

7 C: Credibility, Context, Capability, Channels, Contents, Continuity, Clarity

Kaizen: Verbesserung (Zen) durch Wandel (Kai)

Wer sich im Dschungel der Abkürzungen verlaufen hat, findet hier vielleicht Hilfe: Abkuerzungen und Woxikon.

PS: Unser Abkürzungsliebling ist natürlich: RTFM (rein philosophisch).

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Power-Erklärungen

Ein beliebtes, wahrscheinlich sogar – man wagt kaum, es zu sagen – das beliebteste Hilfsmittel zum Interessantmachen von Daten, Fakten, Erklärungen und Zusammenhängen ist das Computerprogramm PowerPoint. Leider ist die Zahl der Präsentatoren, die zu einem sinnvollen Einsatz dieses Mittels in der Lage sind, nahezu verschwindend gering. In logischer Konsequenz gibt es Berichte von langweiligen, schlechten, nervtötenden, verworrenen, nichtssagenden, anstrengenden, ermüdenden und Augenschmerzen verursachenden Powerpoint-Präsentationen wie Fliegen auf der Kuh.

Hier ist wenigstens mal ein lustvoll ironischer Kommentar von Don McMillan – vielleicht hilft’s.

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