Erstkontakt

Kann das hier mal jemand in einfachen Worten wiedergeben, bitte:

Maschine

Jedenfalls: So ähnlich fühlt sich ein Technischer Redakteur von Zeit zu Zeit, wenn er bei der Recherche für eine Betriebsanleitung zum ersten Mal in das Innere einer Maschine blickt. Naja, man gewöhnt sich dran.

PS: Das Original der Maschine oben findet man übrigens hier.

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Schall und Rauch

»Name ist Schall und Rauch«, ließ schon der junge Herr Goethe seinen Faust in Marthens Garten sinnieren.

So scheinen es auch zeitgenössische Marketingexperten zu halten. Auf der Suche nach weltweit »gültigen« Firmennamen schlägt die Erfindungswut zuweilen Kapriolen. Dass Lautfolgen ohne inhaltliche Bedeutung schwer zu merken, aber leicht zu verwechseln sind, scheint die Finanzinvestoren dabei nicht weiter zu beunruhigen. Heraus kommen Marken- und Firmennamen, bei denen kaum jemand sagen kann, wofür sie stehen oder woher sie stammen: Quimonda, Primondo, Symrise, Maxingvest, Evonik, Elexis, Arcandor, Congstar, Tognum und so weiter.

Nein, das ist kein Aprilscherz! Noch einmal mit Auflösung? Quimonda (Infineon), Primondo (Quelle), Symrise (Haarmann & Reimer), Maxingvest (Tchibo), Evonik (RAG), Elexis (AEG), Arcandor (KarstadtQuelle), Congstar (Telekom), Tognum (MTU).

Eine unterhaltsame Fotostrecke mit weiteren Informationen zeigt manager-magazin.de.

Oder ist es doch ein Aprilscherz? Dann passen Sie bloß auf, wenn Sie nachher in Ihren Toyota Avensis steigen – oder heißt er Aventis? Nein, Avensis. Oder?

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Schneller durchs Leben

Schreenshot des Films Speed-tie your shoes

Zeitmangel ist nach allgemeiner Gefühlslage eines der größten Probleme des modernen Menschen. Zeitersparnis somit ein erstrebenswertes Ziel. Das haben viele Hersteller erkannt und fordern von ihren Designern, Produkte so zu gestalten, dass die Anwender in möglichst kurzer Zeit und mit möglichst geringem Aufwand die erträumten Ergebnisse erzielen können. Einparkhilfen, automatische Textkorrekturen, Zwei-Komponenten-Backmischungen und ähnlich segensreiche Erfindungen sind die Folge.

Dabei kann man auch bei den ganz banalen Alltagsverrichtungen so viel Zeit sparen, wenn man’s nur richtig angeht: ein Ei pellen in 10 Sekunden, Einparken in weniger als 6 Sekunden. Das Geheimnis heißt »Sprintcuts«, präsentiert auf http://www.waitless.org/. Gemäß dem Motto »Fast-forward through the boring parts of life« zeigen kurze Videofilme, wie man’s schneller macht im Leben. Zu jeder Bedienungsanleitung gehört die Informationen, wieviel wertvolle Lebenszeit man mit der dargestellten Methode sparen kann.

Da fällt einem nur noch der alte Spontispruch ein: »Wer schneller lebt, ist früher fertig.«

Update: Die Filme sind jetzt bei YouTube zu finden. Die ursprüngliche Website waitless.org ist umgeleitet auf die Website von Sprint.

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Smart und handy

Ein zeitgenössisches Mobiltelefon, vulgo »Handy«, bietet neben einer fast unüberschaubaren Funktionsvielfalt tatsächlich immer noch die Möglichkeit zum einfachen Telefonieren.

Wobei »einfach« es vielleicht nicht ganz trifft. Beispiel: das Annehmen von Anrufen. Eine mehr oder weniger aufdringliche Melodie ertönt und schwillt stetig an, bis ein Lärmpegel erreicht ist, der sämtliche europäischen Umweltminister aufwachen lässt. Besonders gern übrigens in Theatern und Kinos.

Warum dauert es eigentlich immer so lange, bis der oder die Angerufene den Anruf annimmt und damit wieder Ruhe im Umkreis von acht bis fünfundzwanzig Metern einkehren kann? Vielleicht daran: Jedes Mittelklasse-Handy verfügt über zwei bis fünf Möglichkeiten, einen ankommenden Anruf anzunehmen; mit der Hörer-Taste, einer frei programmierbaren Taste, einem Sprachbefehl, einer Automatik oder durch einen mechanischen Vorgang (Aufklappen oder Aufschieben). Wo man früher blind mit einer Hand zum Hörer greifen konnte, während der Blick noch zwischen den Zeilen der Frühstückszeitung umherirrte, ist heute eine Reihe von Entscheidungen erforderlich, um den entsprechenden Schritt einzuleiten. Varianten und Alternativen müssen abgewogen werden, Tastensymbole erkannt, identifiziert und mit der entsprechende Funktion in Verbindung gebracht werden. Dies scheint den gemeinen Handy-Benutzer häufig zu überfordern, was zu einer spürbaren Verlangsamung des Vorgangs führt – unter Anteilnahme der in der Nähe befindlichen Bevölkerung.

Ein Vorschlag zur Güte: EINE große Taste zur Annahme von Anrufen quer in die Mitte des Geräts setzen. Keine Alternativen (außer bei angeschlossener Freisprecheinrichtung)! Dann wäre ein kleiner Teil der Welt wieder etwas einfacher und erträglicher. Dann wären Mobiltelefone nicht nur handy, sondern auch smart. Um nicht zu sagen, clever.

Foto Handy mit klassischem Telefonhörer

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Typografie-Lexikon

Einen sehr interessanten Link hat Oliver Schuh im Blog der Gebrauchsgrafiker gesetzt: Das Typolexikon.

Typografie ist übrigens nicht nur was für Grafiker. Ein paar Grundregeln sollte jeder beherrschen, der mit Text arbeitet. Denn schließlich: Das Auge liest mit.

Screenshot Typolexikon

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