Wer schraubt, der schreibt

Wer schraubt, der schreibt. So lautet der Titel eines wunderbaren Artikels in der aktuellen brand eins 05/2009. Eigentlich müsste es ja heißen: Wer schreiben will, muss zuerst schrauben. Denn es geht um Bedienungsanleitungen. Am Beispiel des Münchner Dienstleisters 2W beschreibt Autor Peter Bier die Arbeit von Technischen Redakteuren. Lebhaft schildert er, wie die Fachleute für Technische Dokumentation vorgehen, wenn sie sich mit den Produkten vertraut machen, die sie beschreiben. Deutlich wird, dass es sich bei dieser Tätigkeit keineswegs um dröges Schreibgewerbe handelt. Ganz im Gegenteil. Viel Leidenschaft gehört dazu, Neugier ist gefordert, Lust an der Sache. Was gute Technische Redakteure ausmacht, ist schnörkelloser Ausdruck – und Emotion. Aber leicht ist es nicht.

Verständlichkeit ergibt sich nicht einfach, verständliches Schreiben ist ein komplexes Handwerk. Traurig macht es deshalb die Fachleute, die es wirklich können, dass viele Hersteller auch heute noch so unachtsam mit dem Thema umgehen. Mit dem Thema und, wenn man es genau betrachtet, mit ihren Kunden. Denn schlechte Gebrauchsanleitungen lassen den Käufer und neuen Besitzer eines Produktes im Regen stehen.

In jedem Fall einen ganz herzlichen Dank an brand eins für diesen Bericht. Uns ist beim Lesen wirklich das Herz aufgegangen. Kaufen! Lesen! Brand eins Heft 05 Mai 2009.

Übrigens, wir machen das auch, Bedienungsanleitungen schreiben: www.klaretexte.de

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Bedienungsanleitungen schreiben Geld verdienen

Da hat doch tatsächlich jemand diese Wortfolge bei Google als Suchbegriff eingegeben: »bedienungsanleitungen schreiben geld verdienen«.

Es stimmt schon, man kann sehr gut verdienen, wenn man gut ist als Technischer Redakteur. Oder ganz allgemein: komplexe Informationen gut vermitteln kann, so dass Zusammenhänge leichter verständlich werden.

Aber das Entscheidende: Es muss Spaß machen! Nur dann wird man wirklich gut. Das Geld kommt anschließend von allein.

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Besseres Leben fängt am Urinal an

So ein Slogan ist ja was Tolles: die ganze Unternehmensphilosophie eingedampft auf einen einzigen Satz. Man muss aber schon ein bisschen darauf achten, wann und wo man seinen Slogan einsetzt. Sonst könnte es unfreiwillig komisch werden.

A propos Slogan: Heute spricht man in der Werbebranche ja fast nur noch von »Claim«. Obwohl Slogan und Claim nicht dasselbe bedeuten. Den Unterschied erkläre ich dann ein anderes Mal.

Hier nur noch ein schneller Gedanke zu dem freundlichen Hinweis oben. In mancher Situation wird das Leben ja tatsächlich erst nach dem Besuch des Sanitärtrakts besser – aber das ist hier wohl nicht gemeint, oder?

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Navigation für Frauen

Das gefällt mir. Hübsch und nützlich. Kommt sofort in den Dienstwagen. Erklärung nötig? Hier.

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Servicekosten senken mit Twitter

Na also, es geht doch. Wie hier schon einmal zart angedeutet, können Unternehmen den Kurznachrichtendienst Twitter durchaus nutzbringend einsetzen. Nutzbringend für den Kunden! Das heißt, keine versteckte Reklame, sondern offene Serviceleistungen.

Gar nicht schlecht macht dies das kanadische Unternehmen Freshbooks. Dort hat man es offenbar sogar geschafft, mit Hilfe von Twitter die Servicekosten zu senken. Wie, das beschreibt ein ausführlicher Artikel von Marketing & Trendinformationen.

Dieser erfreuliche Ansatz ist hoffentlich nicht darauf zurückzuführen, dass es sich um ein kanadisches Unternehmen handelt. Das können wir hier doch auch. Oder?

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