Gute Neuigkeiten von Help & Manual

In der Fachzeitschrift der tekom »technische kommunikation«, Ausgabe 1/2012,  beschreibt Marc Achteling (indoition engineering) die neusten Entwicklungen des Autorenwerkzeugs »Help & Manual«.

Nach Lektüre des Artikels können wir – ebenfalls Anwender von »Help & Manual« – nur das Fazit ziehen: sehr gut! Und das »sehr gut« trifft in diesem Fall auf beides zu, die Weiterentwicklung des Autorenwerkzeugs mit der Version 6, und ebenso auf den sehr informativen Bericht darüber von Marc Achteling. An dieser Stelle daher: Herzlichen Dank!

Dankenswerterweise steht der vollständige Artikel auch online zur Verfügung: »Neue Version von Help & Manual«.

 

Kommentieren

ZDF WISO zum Thema Gebrauchsanleitungen

In der gestrigen ZDF-Sendung des Magazins WISO ging es mal wieder um das Thema (schlechte) Gebrauchsanleitungen. Der Beitrag mit dem Titel »Kryptische Gebrauchsanleitungen« wurde durch ein Experiment mit dem Studiopublikum angereichert: »Bringen Sie das doch einfach mal zum Laufen!« Es ging um die Bewältigung verschiedener üblicher Aufgaben mit einem Hometrainer, einem Fernseher und einer kleinen Kamera. Alles mit Hilfe der jeweiligen Bedienungsanleitung. Das Ergebnis? Nun ja, sehen Sie selbst; der Link zum Video ist weiter unten.

Offensichtlich ist es immer noch so, dass Hersteller nicht nur die gesetzlichen Vorgaben und die Bedürfnisse ihrer Kunden ignorieren. Auch die Auswirkung eines schlechten Service (und dazu zählt auch die Bedienungsanleitung) auf Reputation und Image scheint Herstellern im Bereich der Konsumgüter keine großen Sorgen zu bereiten. Warum würde man sonst auch heute noch, nachdem das Thema schon so oft in der Öffentlichkeit diskutiert wurde, mit derart schlechten Beispielen konfrontiert. Lachhaft schlechte Übersetzungen sind ein Schwachpunkt, aber auch so einfache Kriterien wie Inhaltsverzeichnis oder Vollständigkeit werden immer noch nicht erfüllt. Was selbstverständlich zu Aussagen führt wie: »… Bedienungsanleitung … die konnten wir im Grunde gleich beiseite legen.« Eine Aussage, die von Herstellern wiederum gern zum Anlass genommen wird, um zu kontern: »Bedienungsanleitungen liest sowieso keiner.« Darüber denken wir jetzt einmal nach.

Der vielleicht wichtigste Tipp aus dem Beitrag: Vor dem Kauf die Bedienungsanleitung lesen, entweder zeigen lassen oder im Internet suchen.

Wenn die Bedienungsanleitung gut lesbar und verständlich ist, kann man daraus durchaus auf einen hohen Qualitätsanspruch des Herstellern an seine Produkte schließen. Denn die Bedienungsanleitung ist Teil des Produkts, wie die Schrauben, wie der Lack, wie die Programmierung …

Und hier ist der Link zum Video: »Kryptische Gebrauchsanleitungen«.

Siehe auch

E-Bikes und ihre Bedienungsanleitungen

Keine Besserung in Sicht?

Bedienungsanleitung vor dem Kauf lesen?

Kommentieren

Überblick zur Mobilen Technischen Dokumentation (MTD)

Einen knapp zusammengefassten Überblick der aktuellen Überlegungen zum Thema »Mobile Technische Dokumentation« gibt Katja Behrens in Ihrem Artikel »Mein Smartphone weiß, wie es geht – Mobile Technische Dokumentation« auf der Website der Eolas Informationsdesign GmbH aus München.

Betrachtet werden der Begriff der Mobilen Technischen Dokumentation ebenso wie rechtliche Aspekte, technische Grundlagen und Entwicklungsmöglichkeiten.

Das Fazit der Betrachtung lautet: »Die Hilfe passt sich also den Bedürfnissen der Benutzer von mobilen Endgeräten an: Sie wird handlicher und ermöglicht einen schnellen und einfachen Zugriff auf die gewünschte Information. Aus rechtlichen Gründen wird sie die Printversion zwar sobald noch nicht ersetzen, kann diese jedoch schon jetzt sinnvoll bereichern.«

Pardon, aber da möchte ich doch noch einmal nachhaken. Ist es wirklich so, dass sich die Hilfe (oder ganz allgemein die Information) an die Bedürfnisse der Benutzer anpasst? Kann es nicht sein, dass es genau umgekehrt ist? Dass man sich als Benutzer (von Geräten aller Art, also auch von Smartphones) immer an die Möglichkeiten des jeweiligen Gerätes anpasst?

Beispiele: Wenn das Gerät keine Flashfilme abspielen kann, dann sucht man eben auch keine. Wenn nur ein Schwarzweißdrucker zur Verfügung steht, dann denkt man über Farbgestaltung eben nicht nach. Wenn ein Schreibprogramm über eine nur mangelhafte Rechtschreibprüfung verfügt, dann ist die Rechtschreibung eben nicht ganz so gut. Und damit sind wir von der Seite der Leser auf die Seite der Schreiber gewechselt. Ist es bei uns Technischen Redakteuren nicht so, dass wir aus der Vielzahl unserer Ideen und Möglichkeiten nur diejenigen umsetzen, deren Verwirklichung mit den uns zur Verfügung stehenden Werkzeugen möglich ist?

Beherrschen wir die Technik oder beherrscht sie uns? Gibt sie uns Möglichkeiten und schränkt sie unsere Möglichkeiten ein, indem sie uns kategorisch in die Schranken weist: »Dafür habe ich keine Funktion«?

Manchmal sollte man auch über so etwas nachdenken. Oder?

Kommentieren

Neues Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) veröffentlicht

Gestern, am 11.11.2011 wurde im Rheinland mit großem Getöse die Karnevalssession 2012 eröffnet. Mit deutlich weniger Getöse, möglicherweise aber tiefergreifender Wirkung wurde ebenfalls gestern, am 11.11.2011, im Bundesgesetzblatt das »Gesetz über die Neuordnung des Geräte- und Produktsicherheitsrechts« veröffentlicht, dessen Kern der Artikel 1, das »Gesetz über die Bereitstellung von Produkten auf dem Markt (Produktsicherheitsgesetz – ProdSG)«, darstellt.

Kurz gesagt: Es gibt ein neues Produktsicherheitsgesetz und es tritt am 1.12.2011 in Kraft. Gleichzeitig tritt das bisherige Geräte- und Produktsicherheitsgesetz außer Kraft.

Der vollständige Wortlaut steht auf der Internetseite »Bundesgesetzblatt« des Bundesanzeiger-Verlags zur Verfügung.

Natürlich formuliert auch das neue Gesetz Anforderungen an die Technische Dokumentation von Verbraucherprodukten, etwa in §6 (im bisherigen GPSG in §5):

»Der Hersteller, sein Bevollmächtigter und der Einführer haben [...] sicherzustellen, dass der Verwender die Informationen erhält, die er benötigt, um die Risiken, die mit dem Verbraucherprodukt während der üblichen oder vernünftigerweise vorhersehbaren Gebrauchsdauer verbunden sind und die ohne entsprechende Hinweise nicht unmittelbar erkennbar sind, beurteilen und sich gegen sie schützen zu können, [...]« und so weiter.

Zu weiteren Gemeinsamkeiten oder Unterschieden später mehr. Jetzt ist erst einmal Wochenende.

Kommentieren

Texten für die Technik

Immer mehr aktuelle Publikationen zur Technischen Redaktion befassen sich mit  Techniken der Abwicklung, Verwaltung, Distribution, Automatisierung und Standardisierung von Technischer Dokumentation. XML, Single-Source-Publishing, CMS, DITA, TMS und eine Reihe weiterer »-systeme« bilden die Schwerpunktthemen. Die Kernelemente Text und Sprache scheinen fast in Vergessenheit zu geraten. Ist etwa schon alles gesagt? Können wir alle schon so gut mit Sprache und Text umgehen, dass weiterer Lernbedarf nicht besteht? Wohl kaum.

Zwei aktuelle Bücher (das zweite in der dritten Auflage veröffentlicht) befassen sich demzufolge insbesondere mit den Schwerpunktthemen Text und Sprache und seien hier kurz vorgestellt:

Texten für die Technik
Leitfaden für Praxis und Studium
Heidelberg: Springer
ISBN 978-3-642-13826-3

Der Untertitel verspricht einen Leitfaden für Praxis und Studium; auf beiden Feldern sind die Autoren Andreas Baumert und Annette Verhein-Jarren zuhause. Andreas Baumert ist Professor an der Fachhochschule Hannover und betreut dort im Studiengang Technische Redaktion das Lehrgebiet Recherche und Text. Prof. Dr. Annette Verhein-Jarren ist seit 1998 an der HSR Hochschule für Technik Rapperswil tätig. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten gehören domänenspezifisches Schreiben, Technische Kommunikation, Gesprächsführung und Moderation.

Einen Blick ins Buch kann man direkt auf der Website des Verlags Springer werfen: Texten für die Technik. Wer sich schnell nur das Inhaltsverzeichnis ansehen will, klicke hier.

Bereits in der dritten, vollständig überarbeiteten, Auflage ist im Oktober »Professionell texten«, ebenfalls von Prof. Baumert, erschienen:

Professionell texten
Grundlagen, Tipps und Techniken
3., vollständig überarbeitete Auflage 2011.
Beck im dtv ISBN 978-3-423-50868-1

Eine Quelle für einen »Blick ins Buch« ist uns leider nicht bekannt.

 

Kommentieren