Überblick zur Mobilen Technischen Dokumentation (MTD)

Einen knapp zusammengefassten Überblick der aktuellen Überlegungen zum Thema »Mobile Technische Dokumentation« gibt Katja Behrens in Ihrem Artikel »Mein Smartphone weiß, wie es geht – Mobile Technische Dokumentation« auf der Website der Eolas Informationsdesign GmbH aus München.

Betrachtet werden der Begriff der Mobilen Technischen Dokumentation ebenso wie rechtliche Aspekte, technische Grundlagen und Entwicklungsmöglichkeiten.

Das Fazit der Betrachtung lautet: »Die Hilfe passt sich also den Bedürfnissen der Benutzer von mobilen Endgeräten an: Sie wird handlicher und ermöglicht einen schnellen und einfachen Zugriff auf die gewünschte Information. Aus rechtlichen Gründen wird sie die Printversion zwar sobald noch nicht ersetzen, kann diese jedoch schon jetzt sinnvoll bereichern.«

Pardon, aber da möchte ich doch noch einmal nachhaken. Ist es wirklich so, dass sich die Hilfe (oder ganz allgemein die Information) an die Bedürfnisse der Benutzer anpasst? Kann es nicht sein, dass es genau umgekehrt ist? Dass man sich als Benutzer (von Geräten aller Art, also auch von Smartphones) immer an die Möglichkeiten des jeweiligen Gerätes anpasst?

Beispiele: Wenn das Gerät keine Flashfilme abspielen kann, dann sucht man eben auch keine. Wenn nur ein Schwarzweißdrucker zur Verfügung steht, dann denkt man über Farbgestaltung eben nicht nach. Wenn ein Schreibprogramm über eine nur mangelhafte Rechtschreibprüfung verfügt, dann ist die Rechtschreibung eben nicht ganz so gut. Und damit sind wir von der Seite der Leser auf die Seite der Schreiber gewechselt. Ist es bei uns Technischen Redakteuren nicht so, dass wir aus der Vielzahl unserer Ideen und Möglichkeiten nur diejenigen umsetzen, deren Verwirklichung mit den uns zur Verfügung stehenden Werkzeugen möglich ist?

Beherrschen wir die Technik oder beherrscht sie uns? Gibt sie uns Möglichkeiten und schränkt sie unsere Möglichkeiten ein, indem sie uns kategorisch in die Schranken weist: »Dafür habe ich keine Funktion«?

Manchmal sollte man auch über so etwas nachdenken. Oder?

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