Sascha Lobo scheitert am Gerät. Warum liest er nicht die Bedienungsanleitung?

Als Spiegel-Online-Kolumnist berichtet Sascha Lobo unter der Überschrift »Die Mensch-Maschine« regelmäßig von Begegnungen zwischen sich selbst (Mensch) und der mechanisch-elektrisch-digitalen Außenwelt (Maschine).

Unter anderem berichtet er von einem ganz besonders roten Faden, der sich durch sein Leben zieht: Das Scheitern am Gerät. Darin bejammert er den täglichen Kampf gegen Maschinen, Apparate und Geräte aller Art. Diese außermenschlichen Wesen haben sich gegen ihn, der nach eigenen Angaben »in der Lage« ist, »herauszufinden, wie Dinge schon mal nicht funktionieren«, offenbar verschworen. Die Einzelheiten seiner Reaktionen »von verzweifelter Resignation bis zur welthassenden Mischung aus Amoklauf und Ausdruckstanz« muss man hier nicht wiedergeben. Seine Anklage mündet in die – wohl provokativ gemeinte – Frage »Ist das Scheitern am Gerät gewollt?«.

Diese Frage können und wollen wir nicht beantworten, stellen im Gegenzug aber eine andere: »Warum, lieber Herr Lobo, werfen Sie nicht mal einen Blick in die Bedienungsanleitung?«. Was steckt hinter dieser Leseweigerung? Die typische Arroganz des Schreiberlings (Ich lese nur, was ich selbst geschrieben habe)? Das unumstößliche Überlegenheitsgefühl des Technik- und Internet-Freaks (Ich weiß ja wohl besser, wie das geht)? Spekulation darüber ist müßig. Und um es klar zu sagen: Wir halten Sascha Lobo keineswegs für arrogant oder selbstherrlich. Was die Frage an ihn noch interessanter macht.

Immerhin endet seine Kolumne mit den tröstenden Worten »Aber es gibt Schlimmeres, vermutlich.« Dem gibt es nichts hinzuzufügen, außer vielleicht:

Two hours of trial and error can save ten minutes of manual reading.

In diesem Sinn
schöne Grüße vom Rheinufer!

 

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