Dumme Wortwahl in der Werbung

»Das passiert, wenn in Werbeagenturen 25-jähriges Frischfleisch fröhlich vor sich hin textet und auf Kundenseite 27-jährige ahnungslose BWL-Abgänger Freigaben erteilen.« So der Kommentar einer Freundin aus der Werbebranche. Was ist passiert?

Die Unternehmen Tchibo und Esso haben nach einem Bericht der Frankfurter Rundschau eine gemeinsame PR-Aktion gestoppt, die an rund 700 Tankstellen unter dem Slogan »Jedem den Seinen« warb. Der Slogan spielt mit dem berühmten Motto »Jedem das Seine« (suum cuique) des römischen Philosophen Cato der Ältere. Dieser wurde jedoch von den Nationalsozialisten missbraucht: Er stand über dem Eingang des Konzentrationslagers Buchenwald bei Weimar.

Foto Eingang Konzentrationslager

Tchibo-Sprecherin Angelika Scholz erklärte laut Frankfurter Rundschau, das Unternehmen habe »nie die Absicht gehabt, Gefühle zu verletzen«. Sie räumte ein, der Slogan sei »unglücklich« gewählt. Die Plakate sollten »schnellstmöglich« wieder abgehängt werden. Esso-Sprecher Olaf Martin sagte, die beauftragte Werbeagentur habe die historische Bedeutung des Satzes offenbar nicht erkannt.

Quelle: AFP

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