BAM! Gut geprüft.

BAM! Welch wunderbare Verschmelzung von Akronym[1] und Onomatopoesie[2]. In diesem Fall, besser: an diesem Datum, passt es sogar besonders gut.

BAM!

BAM ist die Bundesanstalt für Materialforschung und Prüfung mit Sitz in Berlin. Die BAM gehört zum Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi). Sie testet unter anderem Feuerwerkskörper und entscheidet mit der Zulassung darum, ob diese in Deutschland angeboten und verkauft werden dürfen.

Für die Zulassungsprüfung müssen die Hersteller ihre neuen Feuerwerkstypen in 33-facher Ausfertigung spätestens im Sommer an die BAM nach Berlin schicken. 76 Feuerwerkskörper lehnte die BAM in diesem Jahr ab, 33 neue wurden zugelassen. Insgesamt darf man jetzt in Deutschland legal 65 verschiedene Typen verknallen, verschießen oder einfach nur anzünden. Die Regeln und Sicherheitsbestimmungen haben sich seit Oktober verändert, mit einer, für alle Europäischen Länder geltenden Übergangsfrist, die in drei Jahren abläuft. Demnach darf bereits an diesem Silvester erstmals auch in Deutschland Feuerwerk nach europäischer Norm verkauft werden; Waren bisher 200 g Schwarzpulver und Leuchtsterne erlaubt, dürfen es jetzt 500 g sein. Das erklärt die in diesem Jahr besonders häufig angebotenen Feuerwerksbatterien, die für fast dreimal längere Freude am Funkensprühen sorgen.

Fazit: Die mit CE- und BAM- Zeichen zugelassene Feuerwerkskörper sind sicher, solange man zuvor die Bedienungsanleitung in einem möglichst nüchternen Zustand liest – und befolgt.

Wer’s gern mal richtig knallen sehen will, dem sei dieser ZDF-Bericht über die Arbeit der BAM empfohlen: »Materialprüfung auf Sicherheit«. Was geschehen würde, wenn sich nur drei mit Feuerwerkskörpern gefüllte Kartons, beispielsweise in einem Ladengeschäft, entzünden, zeigt dieses Video »Feuerwerk-Trends 2009« am Schluss.

Erikative im Comic

[1] In der Linguistik wird als Akronym eine aus den Anfangsbuchstaben oder -silben einer Wortgruppe oder eines Kompositums gebildete Abkürzung bezeichnet, die selbst wiederum als Wort verwendet wird. Bekannte Beispiele sind NATO, Aids, Azubi, GAU oder asap.

[2] Onomatopoesie, deutsch Lautmalerei, ist die Nachahmung eines Naturlautes oder eines sonstigen außersprachlichen akustischen Phänomens durch die klanglich als ähnlich empfundene Lautgestalt eines sprachlichen Ausdrucks, als Interjektion zum Beispiel »Peng!«, »Kawumm!« oder »knurr«.

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